Solarstrom vom eigenen Dach
Photovoltaikrechner: Ertrag, Kosten und Amortisation
Wie viel Strom kann Ihre PV-Anlage erzeugen? Welchen finanziellen Vorteil bringt der Eigenverbrauch – und lohnt sich ein Speicher? Mit diesem kostenlosen PV-Rechner vergleichen Sie Ihre Annahmen und sehen, wie sie das Ergebnis verändern.
Ihre Werte, Ihr Szenario
Was bringt Ihre Photovoltaikanlage?
Tragen Sie möglichst Werte aus einem konkreten Angebot, Ihrer Stromrechnung und einer Ertragsprognose ein. Die Voreinstellungen sind ein Rechenbeispiel, keine Marktpreis- oder Ertragszusage.
Angaben zur Anlage
Ihre Eingaben werden von diesem Rechner nicht übermittelt. Es erfolgt keine automatische Standortabfrage. Die Berechnung nutzt ausschließlich die eingetragenen Werte.
Bitte prüfen Sie die markierten Eingaben. Alle benötigten Felder müssen gültige Zahlen enthalten.
Ihr Ergebnis
Mit „Ergebnis berechnen“ sehen Sie den Jahresertrag, den rechnerischen finanziellen Vorteil und die einfache Amortisationszeit Ihrer Anlage.
Ihr Szenario ohne Speicher
Das ergibt Ihre Jahresrechnung
- Vermiedene Strombezugskosten
- —
- Einspeiseerlös
- —
- Laufende Kosten
- —
- Verbleibender Netzbezug
- —
- Nutzbarer Eigenverbrauch
- —
Unverbindliche Richtwerte, keine zugesicherten Ergebnisse. Vereinfachtes Jahresmodell, keine stündliche Simulation. Stromproduktion und Verbrauch müssen zeitlich zusammenpassen. Die Jahresbilanz allein belegt keine tatsächliche Unabhängigkeit vom Stromnetz.
PV-Anlage mit und ohne Speicher vergleichen
| Kennzahl | Ohne Speicher | Mit Speicher |
|---|---|---|
| Gesamtinvestition | — | — |
| Jährlicher Vorteil nach Kosten | — | — |
| Rechnerische Autarkie | — | — |
| Einfache Amortisation insgesamt | — | — |
Die Zahlen verstehen
Beispiel: Was bringt eine PV-Anlage mit 8 kWp?
Eine Anlage mit 8 kWp und einem angenommenen Ertrag von 950 kWh je kWp erzeugt rechnerisch 7.600 kWh im Jahr. Werden 30 % davon direkt genutzt, entfallen 2.280 kWh auf den Eigenverbrauch und 5.320 kWh auf die Einspeisung. Der Haushaltsverbrauch beträgt in diesem Beispiel 4.500 kWh.
| Rechenschritt | Ergebnis |
|---|---|
| Vermiedener Strombezug: 2.280 kWh × 0,35 € | 798,00 € im Jahr |
| Einspeisung: 5.320 kWh × 0,077 € | 409,64 € im Jahr |
| Abzüglich laufender Kosten | 150,00 € im Jahr |
| Rechnerischer jährlicher Vorteil | 1.057,64 € |
| 12.000 € Investition ÷ 1.057,64 € | Rund 11,3 Jahre einfache Amortisation |
| 2.280 kWh Eigenverbrauch ÷ 4.500 kWh Verbrauch | Rund 50,7 % rechnerische Autarkie |
Alle Werte sind Beispielannahmen. Finanzierung, künftige Preisänderungen, Ertragsrückgang, besondere Ersatzinvestitionen und zeitabhängige Vergütungseffekte sind hier nicht eingerechnet. Das Beispiel ist keine Aussage darüber, was eine 8-kWp-Anlage aktuell kosten muss.
Die entscheidenden Stellschrauben
Wann lohnt sich Photovoltaik?
Die Wirtschaftlichkeit ergibt sich aus Ihrer Investition, dem tatsächlich nutzbaren Solarstrom, den Einspeiseerlösen und den laufenden Kosten. Ändern Sie im Solarrechner jeweils einen Wert. So erkennen Sie, ob vor allem das Angebot, Ihr Verbrauch oder die Ertragserwartung das Ergebnis bestimmt.
Dach, Standort und Ertrag
Dachausrichtung, Neigung und Schatten beeinflussen die Stromproduktion. Auch ein Ost-West-Dach sollte geprüft werden. Ersetzen Sie den Beispielertrag durch eine Prognose für Ihren Standort und das konkrete Dach; PVGIS der Europäischen Kommission hilft bei der Ertragseinschätzung.
Eigenverbrauch und Stromtarif
Selbst genutzter Solarstrom vermeidet den variablen Arbeitspreis Ihres Stromtarifs. Der feste Grundpreis fällt dadurch normalerweise nicht weg. Entscheidend ist, wie viel Verbrauch in die Produktionszeiten passt – etwa durch das Laden eines E-Autos oder das Verschieben geeigneter Haushaltsgeräte in die Sonnenstunden.
Anlagenkosten vergleichen
Nutzen Sie vollständige Angebote statt eines pauschalen Preises je kWp. Vergleichen Sie Module, Wechselrichter, Montage, Gerüst, Netzanschluss, Arbeiten am Zählerschrank und mögliche Zusatzarbeiten. Eine größere Dachbelegung kann günstiger je kWp sein; die Anlage nur auf den heutigen Eigenverbrauch zu begrenzen, ist nicht automatisch die wirtschaftlich beste Lösung.
Speicher getrennt beurteilen
Ein Speicher kann tagsüber erzeugten Strom für später verfügbar machen. Dafür entstehen zusätzliche Investitionskosten und Verluste. Im Vergleich zeigt der Rechner deshalb auch den zusätzlichen jährlichen Vorteil und die separate einfache Amortisation des Speichers. Mehr Autarkie und höhere Wirtschaftlichkeit sind unterschiedliche Ziele.
Transparent gerechnet
So berechnet der PV-Rechner Ihr Ergebnis
Jahresertrag = Anlagenleistung in kWp × spezifischer Ertrag in kWh je kWp
Jährlicher Vorteil = vermiedene Strombezugskosten + Einspeiseerlös − laufende Kosten
Einfache Amortisation = Investition ÷ positiver jährlicher Vorteil
Der direkte Eigenverbrauch ergibt sich aus Ihrer eingegebenen Quote und wird auf den Jahresverbrauch begrenzt. Ohne Speicher wird der verbleibende Solarstrom als Einspeisung angesetzt. Im Speichervergleich wird zusätzlich nutzbarer Strom berücksichtigt; für 900 kWh nutzbaren Strom werden bei 90 % Gesamtwirkungsgrad beispielsweise 1.000 kWh aus dem PV-Überschuss benötigt. 100 kWh gehen dabei als Speicherverlust in die Bilanz ein.
Der Speicher kann im Modell nicht mehr liefern, als Verbrauch übrig bleibt oder PV-Überschuss verfügbar ist. Seine zusätzliche einfache Amortisation wird aus dem Mehrpreis und dem Mehrvorteil gegenüber der Anlage ohne Speicher berechnet.
Was diese Rechnung nicht simuliert
Es handelt sich um eine statische Jahresbetrachtung. Sie berücksichtigt keine Stundenprofile, jahreszeitliche Engpässe, Degradation, Zinsen, Steuern, dynamischen Stromtarife, Ersatzinvestitionen oder zeitweise ausbleibende Einspeisevergütung. Die angegebene Einspeisevergütung wird vereinfacht auf die gesamte Einspeisung angewendet. Die tatsächlichen Regeln hängen unter anderem von der Anlage und ihrer Inbetriebnahme ab.
Für die Entscheidung benötigen Sie eine konkrete Planung und eine belastbare Ertrags- und Verbrauchssimulation. Für eine zusätzliche Einschätzung von Eigenverbrauch und Autarkie können Sie den Unabhängigkeitsrechner der HTW Berlin nutzen.
Häufige Fragen
Photovoltaik berechnen: Das sollten Sie wissen
Was ist der Unterschied zwischen kWp und kWh?
kWp bezeichnet die Nennleistung einer Photovoltaikanlage unter festgelegten Prüfbedingungen. kWh ist eine Energiemenge, beispielsweise der Jahresertrag oder Ihr jährlicher Stromverbrauch. Eine Anlage mit 8 kWp erzeugt deshalb nicht automatisch 8.000 kWh; dafür ist der spezifische Ertrag entscheidend.
Berechnet der Rechner den Ertrag anhand meiner Postleitzahl?
Nein. Sie geben den spezifischen Jahresertrag selbst ein. Nutzen Sie dafür eine Prognose eines Fachbetriebs oder PVGIS. Ein Standort allein reicht nicht für eine genaue Dachprognose: Ausrichtung, Neigung, Verschattung und technische Verluste müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
Wie viel kostet eine Photovoltaikanlage?
Der Gesamtpreis hängt von Leistung, Komponenten, Montagebedingungen und Anschlussarbeiten ab. Der voreingestellte Betrag ist ein Rechenbeispiel. Tragen Sie einen vollständigen Angebotspreis ein und prüfen Sie, welche Leistungen enthalten sind. Den Speicherpreis können Sie separat vergleichen.
Wann hat sich eine PV-Anlage amortisiert?
Im Rechner ist die einfache Amortisation erreicht, wenn der konstante jährliche Vorteil die eingegebene Investition rechnerisch ausgeglichen hat. Das ist eine erste Orientierung, keine Finanzprognose. Finanzierung, Reparaturen, Ertragsrückgang und veränderte Strompreise können die tatsächliche Zeit deutlich verändern.
Was unterscheiden Eigenverbrauch und Autarkie?
Der Eigenverbrauchsanteil bezieht sich auf den erzeugten Solarstrom. Der Autarkiegrad bezieht sich auf den gesamten Stromverbrauch des Haushalts. Beispiel: 2.280 kWh selbst genutzter Solarstrom entsprechen bei 7.600 kWh Erzeugung 30 % Eigenverbrauch und bei 4.500 kWh Haushaltsverbrauch etwa 50,7 % Autarkie.
Lohnt sich ein Stromspeicher automatisch?
Nein. Ein Speicher kann die Nutzung des eigenen Solarstroms erhöhen, muss seinen Mehrpreis aber durch einen zusätzlichen Nutzen ausgleichen. Vergleichen Sie im Rechner die Varianten mit identischen PV-Werten. Für eine realistische Speicherannahme sind insbesondere das zeitliche Verbrauchsprofil und eine Simulation wichtig.
Welche Einspeisevergütung soll ich eintragen?
Verwenden Sie den für Ihre Anlage zutreffenden Satz. Relevant sind unter anderem Inbetriebnahme, Anlagenart, Leistung und Über- oder Volleinspeisung. Bei mehreren Leistungsstufen kann ein gewichteter Durchschnitt nötig sein. Aktuelle Angaben veröffentlicht die Bundesnetzagentur. Dieser Rechner bildet ein Eigenverbrauchsszenario mit Überschusseinspeisung ab.
Kann ich eine Wärmepumpe oder ein E-Auto einrechnen?
Ja, als Bestandteil des Jahresverbrauchs und Ihrer Eigenverbrauchsannahme. Das Jahresmodell kennt jedoch keine Ladezeiten und keine Heizsaison. Rechnen Sie daher nicht automatisch den gesamten Mehrverbrauch als selbst erzeugten Solarstrom an.
Kann ich nach der Berechnung Photovoltaik-Angebote anfragen?
Ja. Über Photovoltaik-Angebote anfordern gelangen Sie zur Projektanfrage. Sie ist kostenlos und unverbindlich und wird über DAA / TapTapHome bearbeitet. Ob Rückmeldungen und Angebote eingehen, hängt vom Projekt und der Verfügbarkeit passender Betriebe ab.
Von der Schätzung zum konkreten Angebot
Lassen Sie Ihr Dach und die Anlagenkosten prüfen.
Der Rechner hilft Ihnen, Annahmen zu vergleichen. Ein konkretes Angebot sollte zu Ihrem Dach, Ihrem Verbrauch und dem geplanten Anschluss passen. Beschreiben Sie Ihr Vorhaben und fragen Sie passende Photovoltaik-Fachbetriebe an.
Die Anfragebearbeitung erfolgt über DAA / TapTapHome. Informationen zum Ablauf finden Sie in unseren FAQ, zu den Partnerdiensten in den Bedingungen von TapTapHome und zur Datenverarbeitung in unserer Datenschutzerklärung.
Fachquellen und weiterführende Informationen
- EU-Kommission / JRC: PVGIS für standortbezogene Ertragsprognosen
- Bundesnetzagentur: aktuelle EEG-Fördersätze
- Verbraucherzentrale: Planung einer Photovoltaikanlage
- HTW Berlin: Eigenverbrauch und Autarkie einschätzen
Die Quellen dienen der fachlichen Einordnung. Unser vereinfachter Szenariorechner verwendet ein eigenes Jahresmodell und übernimmt keine Berechnungsverfahren oder individuellen Prognosen dieser Anbieter.